Die schönste Zeit



Frisches Grün an allen Bäumen
nun erfreuet Groß und Klein,
denn erwacht aus Winterträumen
zog ganz schnell der Frühling ein.

Lang entbehrte warme Sonne
strahlt vom Himmel, hell und klar,
Vögel jubeln voller Wonne,
Fink und Amsel, Meise, Star.

Gelbe, rote Tulpen blühen,
Primeln, Phlox und Tausendschön,
überall ein frohes Mühen,
Wasser rauschen von den Höh‘n.

Menschenlachen tönt viel freier,
aus den Augen strahlt das Glück,
Quaken tönt vom nahem Weiher,
frisch besät wird`s Gartenstück.

Viele Fenster stehen offen,
Wäsche auf der Leine hängt,
Lämmer springen, Menschen hoffen,
dass die warme Zeit anfängt.

Ganz verändert ist die Erde,
die vor kurzem noch verschneit.
Danke für das Wort "Es werde",
danke für die Frühlingszeit.


FvB 1978



#Ostern



Ostern
Haben wir auch nichts vergessen?
Reicht für Alle wohl das Essen?
Frisch gemacht sind alle Zimmer.
Ach, am Vortag ist es schlimmer,

als an allen Feiertagen.
Doch wir woll’n uns gerne plagen
für die Enkel-Kinderschar.
Wir wollten’s so, das ist wohl wahr.

Eier malen und verstecken
freu‘n, wenn Enkel sie entdecken,
Mittagessen mit den Schätzen
und sich zeitlich gar nicht hetzen-

ja so war der Ostertag…
schön, weil ich es so mal mag.
„Gibt’s den Hasen wirklich echt?“
„Oma, mir ist furchtbar schlecht.“

„Kannst du mir das Ei abpellen?“
„Muss der Strolch so furchtbar bellen?“
„Ist das Korb-Moos aus Papier?“
„Bitte Bart, schließ doch die Tür!“

Solch Tumult gehört zum Tag,
das ist es, was ich so mag.
Nun sind Alle weggefahren,
Ruhe herrscht. In all den Jahren,

die wir diese Bande lieben,
ist es immer schön geblieben.
Lebenskreislauf war uns hold,
ja, das hab ich so gewollt.

„Komm, setz dich mit zum Kamin,
im Glas ist schon der Rotwein drin.
Ich zünde noch die Kerzen an,
Setz dich zu mir, lieber Mann.“

„Liebe Frau, ich danke dir,
für die schöne Zeit, die wir
stets am gleichen Strang gezogen.
Bitte, bleib mir stets gewogen.
Du bist Seele hier für mich,
tollste Frau, ich liebe dich.“

floravonbistram






#Wir „Alten“



Vorbei sind die Zeiten voll Hasten und Eilen,
wir können nun endlich auch ruhig mal verweilen,
besinnen, nur schauen und freuen ganz still,
dass immer noch antreibt der Satz: Ja, ich will.

Nun alles in Ruhe, mit Freude gestalten,
gehören wir gern auch für euch zu den Alten.
Wir haben noch Ziele und geben nicht auf,
gäb‘s auch zum Jammern Beschwerden zuhauf.

Die schweigen wir lieber ganz in uns hinein,
woll‘n kein Bedauern und lästig nicht sein,
den Schmerz ignorieren, dann ärgert sich der,
die Zeit voll genießen, fällt‘s manchmal auch schwer.

Doch glaubt mir, ein Lachen so häufig befreit,
auch anderen beistehen in schwerer Zeit.
Einfach nur leben, mit Dank ganz erfüllt,
hat mir manche Schmerzen mitunter gestillt.



floravonbistram




#Turteln und #Kosen #Frühling



Wir sind wie neu geboren,
durchströmt von Seligkeit.
Der Frühling vor den Toren

hat uns von Eis befreit.

Der Sonne helle Strahlen
erwecken sanftes Grün
und durch ihr warmes Malen
die Schneeglöckchen erblühn.

Ein Turteln und ein Kosen,
Gesang der fröhlich weckt,
viel Schnäbeln und auch Posen
man voller Lust entdeckt.

Befreit die Menschenherzen
nach dunkler Winterzeit,
mit Lachen und mit Scherzen
umweht uns Heiterkeit.


Floravonbistram 1987






#Magnolien





Wenn Frühlingsrufe hell tönen im Garten,
dann sehen wir staunend – von Samt umhüllt-
Magnolienknospen, prall darauf warten
dass sie warme Sonne mit Leben erfüllt.

Die Blüten  zerbrechen sehnend  ihr Winterkleide,
und streifen schnell ab den zu warmen Pelz.
Wie leuchtende Tulpen  steh'n sie am Zweige,
seidig, zartrosa,  betörend im Schmelz.

Verwöhnen wie stets uns‘re frostmüden  Augen,
in leuchtender, blattloser Eleganz,
und lassen die Seele mit Schönheit vollsaugen,
sie geben dem Frühjahr den zärtlichen Glanz.

floravonbistram













#Rosen #Ballade



Rosenballade

Ich gehe durch verwildert‘ Land,
verschlungen stehen Kraut und Blumen,
zerborsten ist schon lang die Wand
des alten Hauses.  Dunkle Krumen

der Erde liegen hart und schwer.
Doch sehe ich im Nähergehen,
mit Zweigen, völlig blätterleer,
den dürren Dornenstrauch dort stehen.

Die Sonne lacht, der Wind leis weht,
ganz zart berühr ich ihn, den Kargen,
der rissig, rau und trocken steht
und wünscht, er würde Rosen tragen.

Ich setz mich auf den großen Stein,
der vor dem trock’nen Dornbusch liegt,
tauch in das Frühlingweben ein,
das tanzend eine Birke wiegt.

Mein Taschenmesser ist zur Hand,
behutsam schneid das Holz ich aus,
und säubere das Stückchen Land
dort an dem alt-zerfall‘nen  Haus.

Nach Wochen lockt  die Sommerluft
mich wieder zu dem alten Garten,
es ist, als ob ein Stimmchen ruft:
Komm, lass uns doch nicht länger warten!

Mein Herz schlägt laut und hüpft vor Glück,
denn schon von weitem kann ich sehen,
das Leben kam zum Busch zurück
und ließ das Sterbegrau verwehen.

So grüne Blätter, dicht an dicht
und Blüten, die in Duft mich hüllen.
Und leise eine Blüte spricht:
So kann sich mancher Wunsch erfüllen.



floravonbistram 2006


#Musik zum Streicheln - Tulpen bringen den Frühling Lausch dem Lied de...

#Frühling



Farben der Freude

Gelbe, rote, rosa Tulpen,
grüner Schimmer an dem Baum,
weiße Glöckchen, goldene Sonne
zaubern meinen Kleidertraum.

Kleide mich mit euren Farben,
hol den Frühling mir ins Haus,
muss in Grau und Schwarz nicht darben,
Winter jag ich so hinaus.


FvB1981



Die #Rosenknospe #Beziehungsende




Ich schenkte dir im letzten Mai
die Rosenknospe, zart rose,
ich sagte dir damit Ade,
leb wohl, es ist schon lang vorbei.

Du knicktest voller Wut den Stiel,
warfst sie mir vor den Fuß.
Ich nahm sie auf als letzten Gruß,
so endete dein böses Spiel.

Die Rosenknospe - einst ganz zart -
ist nie so ganz verdorrt,
denn ich warf sie nicht fort,
verwahrte sie auf meine Art.

Du knicktest nicht nur Rosenstiele,
brachst seelenruhig viele Herzen,
und dann - mit einfach seichten Scherzen-
zerstörtest du zu gern Gefühle.

Nun liegt die Knospe in dem Schrein,
und Jahre fliegen übers Land.
Erinnerung an grobe Hand
wird diese Knospe immer sein.


floravonbistram 1994


Gerne würde ich mich wiegen





Gerne würde ich mich wiegen,
in den Träumen - oder fliegen,
durch die Wolken der Gedanken,
über auferlegte Schranken,

Drachen meines Lebens bannen,
die das Nacht - Duell gewannen,
mich mit Feuer heiß umschnaubten
so den Schlaf mir zu oft raubten.

Gleiten möcht ich mit den Winden,
mich von Alltagspflicht entbinden
und auf sonnbestrahlten Bahnen
mehr als Lebenslust erahnen.

Fallend möchte Halt ich finden,
ohne mich an den zu binden,
der mich niemals ganz versteht,
alles nur von mir erfleht.

Ja, so könnte ich es wagen,
Sorgen weit hinaus zu tragen,
um sie himmelwärts zu senden –
so kann manches sich dann wenden.


floravonbistram 1999



#Schwingung #Seelen



Dieses Lied singst du für mich
und deine Stimme kriecht
unter meine Haut
wird zu Händen die streicheln
Jeder Ton – jeder Atemzug
Berührung wie Samt und Seide
Schwingungbeseelt
Wir in Uns


floravonbistram 1976



Eiskönigin


Draußen steht die kalte Schöne,
hebt den glitzernd weißen Stab,
haucht den kalten Nebelatem
mikrofein auf uns herab.

Kleinste Tröpfchen tanzen leise
fangen sich an Zweig und Ast
und erstarren dort zu Eise-
halten kalte Winterrast.

Königin, mit  Deinen Armen
bannst du klirrend Mensch und Tier,
lächelst kalt, bist ohn‘ Erbarmen,
schließt vom Eispalast die Tür.

Dennoch stehen wir voll Staunen,
welchen Zauber du vollbracht.
Wenn die Eiskristalle blühen
tanzt die Zauberin und lacht.



floravonbistram


Winter - Starre Bäume




Ich möcht‘ die abgefall‘nen Blüten,
die windgetragen vorwärts treiben,
schnell sammeln und solange hüten,
bis wir dann  wieder Frühjahr schreiben.

Die kahlen Bäume will ich schmücken,
und ihnen Blätterkronen winden,
sie grünend auf die Äste drücken,
damit sie uns von Frühling künden.

Wenn eisumhüllt im stummen Harren,
umtanzt von zarten Schneesternfüßen,
sie unter Schneelast ächzend knarren,
dann soll‘n sie Sonnenstrahlen küssen.



floravonbistram 20017


#Kraft



Du bist meine Kraft
Ein Licht durchflutet im Erinnern Stunden
und klingt in uns als helle Melodie,
erinnert, dass im Ballsaal wir gefunden,
den großen Traum von Glück und Harmonie.

Das Lied, das seelisch nur wir zwei verstanden,
das mich jetzt trägt in mancher dunklen Nacht,
wir Herz an Herz mit Liebesband umwanden,
soll nicht verstummen durch jene große Macht,

die ungefragt dich schweigend mir genommen,
das Bündnis hier auf Erden hat gebrochen,
du bist in neuen Weiten, wieder heimgekommen,
es blieb so vieles doch noch ungesprochen.

Und dennoch liegt in mir das Gottvertrauen,
der Grundstein, mit dem Jeder Alles schafft,
auf ihm werd ich mein neues Leben bauen,
ich fühle dich und das gibt mir die Kraft.


floravonbistram 1977


#Jahreswechsel #Neujahr



Ich hör ein müdes, leises Seufzen -
ihm lauschend bleib gespannt ich stehn,
seh hell und dunkel, fahl und bunt
gebeugt das Jahr von dannen gehn.

Und sinnend halte ich noch Rast,
denk an sein Wirken kurz zurück,
so viel‘ Nuancen brachte es -
Freud‘, Schmerzen, Kummer, Glück.

Ganz still schau ich ihm lange nach,
nehm meine Andacht hier allein,
bin dankbar für gelebte Zeit
stell auf das Neue Jahr mich ein,

weiß, dass es nicht nur Freude bringt,
seh‘ auch das Leid in aller Welt,
verbeuge mich vor jeder Hand,
die tröstend eine andere hält.

Laut wird begrüßt das junge Jahr,
das strahlend einzieht, Hoffnung schenkt,
doch Freude, Glück und Sonnenzeit
gibt der, der unser Leben lenkt.

Flora von Bistram


#Weihnachtswunsch





Wir singen von stiller und heiliger Nacht,
und während wir feiern, doch manch einer wacht:
die Eltern, tief bangend um`s sterbende Kind,
der Nachtwanderer in dem eisigen Wind,

die Frau tief im Elend mit volltrunk‘nem Mann,
der Kranke, der möchte, doch nicht sterben kann,
der Arzt, tief gebeugt über‘m Unfallpatient,
die Schwester, die auf jedes Klingeln hin rennt,

der Mensch auf der Wache im Feuerwehrhaus,
die Hüter des Rechts in Chaos und Staus,
ein einsamer Mensch, ohne Hoffnung und Geld,
Millionen von Hungernden auf dieser Welt,

die Menschen, den‘ Kriege alles genommen,
dann jene, die niemals wiedergekommen,
geraubt und geschändet, gefangen, gequält,
weil anderen Orts nicht die Menschlichkeit zählt.

Mein Wunsch, dass Jeder, der froh feiern kann
nur eine Minute mag denken daran.


...und alle nicht benannten Menschen, krank, im Elend,
 in Sorge um einen lieben Menschen oder um ihre Existenz, 
schließe ich mit in meine Weihnachtswünsche ein


#Sternenkind Caspar


Wie ein Hauch

Ein Hauch von Leben,
mehr war es noch nicht,
doch stets in Gedanken
sah ich dein Gesicht.

Berührt von deiner Seele,
verbunden mit ihrem Sein,
schloss ich dich ganz
in mein Leben mit ein.

Du gingst mit dem Wind
für mich voller Schmerzen,
verlor ich mein Kind -
doch nicht aus dem Herzen.


Caspar bedeutet „der Schatzbewahrer“
Ich freute mich auf den 5. Dezember,
ich verlor dich am 2. August 1980



Geschenkte #Sonnenstrahlen




Ziellos, traurig und einsam gehe ich durch die Strassen meiner Stadt. Verzweifelt versuche ich, meine Gedanken zu ordnen, doch es gehen mir so viele Dinge durch den Kopf, immer wieder kreisend um den Verlust, um die Traurigkeit, um den Sinn des Lebens. So bemerke ich nicht, dass der Regen ganz sachte nach und nach bis auf meine Haut vordringt. Ich spüre ihn kaum, denn meine Gefühle sind nicht außen, sondern ganz in mich gerichtet. Ich fühle Schmerz und lasse meinen Tränen freien Lauf, kann sie auch gar nicht aufhalten, will es nicht. Und mit der Zeit vermischen sich Tränen und Regen. Der Regen wäscht aus den Tränen das Salz, welches eine Spur legt, mir vorauseilt, einen Weg malt. Ich folge dem Weg; Wohin er mich führen wird, frage ich nicht.
Doch nach einer Weile stehe ich dann an einem See, an dem ich oft verweilte, den ich umrundete, seine Schönheit aufnahm im Wechsel der Jahreszeiten. Doch nie sah ich vorher -in Nebel- gehüllt dieses große Gebäude. Zuerst noch ganz verschwommen, aber immer deutlicher erscheinen die Umrisse einer Burg? Nein, es ist ein Schloss. Und während ich wie gebannt schaue, spüre ich einen Hauch an meiner Seite.
Eine strahlende Frau nimmt meine Hand: " Komm, folge mir und habe keine Angst" und furchtlos lasse ich mich führen auf unbekannten Pfaden in Richtung Schloss. Erschien mir eben noch dieses noch fast mit der Hand berührbar nahe, merke ich nun, dass der Weg beschwerlich ist. Durch Schluchten der Verzweiflung und des Kummers, aber auch über Brücken von Hass und Misstrauen führt er, bis zum Tal der Hoffnung und der Zuversicht. Endlich erreichen wir es.
Da stehe ich vor ihm in seiner ganzen Pracht, Türme besetzt mit den Farben der Sonne und des Himmels. Fenster so strahlend wie die schönsten Edelsteine auf der Welt. Und Türen so schön und groß, wie ich sie nie gesehen habe. Noch einmal hörte ich die sanfte Stimme: "Keine Angst, komm und folge mir"!
Das Tor des Schlosses öffnet sich auf ein leises Händeklatschen.
„ Wir betreten jetzt den Saal der Wünsche.“
Wie ein Lied erklingt die sanfte Stimme und von der Decke regnen Millionen von Rosenblättern herunter. Gerade als ich etwas sagen möchte, berührt mich die zarte Hand: " Sag nichts, schau und nimm das, was Du siehst, in Dein Herz auf, denn nur Du weißt, was Traum und Wirklichkeit ist".
Ich nicke und wir gehen durch die Säle der Hoffnung und Zuneigung, folgen dem hellen Schein, der uns den Weg zeigt. Und ganz in der Ferne höre ich Musik und eine wunderschöne, sphärengleiche Stimme singt ein Lied. Wir erreichen eine wunderschöne, mit goldenen Ornamenten über und über bedeckte große Tür, mit geschnitztem Schriftzug und Rubinen belegt:
"Nur der darf eintreten, der begriffen hat, dass man Träume leben muss."
Ich nicke: „ Ja, ich kann Träume leben.“ Mit diesem Satz, (habe ich ihn gesprochen oder nur gedacht?), trete ich ein.
„Der Saal der Liebe!“ Ihre Stimme wird noch sanfter, noch lieblicher. In dem Moment, in dem wir den Raum betreten, scheint die Sonne durch die hohen Fenster und lässt alles in fast unirdischem Glanz erstrahlen.
Ein Lichtspiel, gleich einem glitzernden Regenbogen bildet sich.
„Schau dich um, geh in den Regenbogen, denn jeder, der so träumen kann wie du, hat das Leben verstanden".
Die Lichtgestalt greift in den Sonnenbogen, ergreift einige Sonnenstrahlen, haucht mir auf jede Wange einen Kuss, zart wie ein Schmetterlingsflügel in der Berührung, legt mir das Strahlenbündel auf meine Brust.
„Nimm die Sonnenstrahlen, bewahre sie gut auf und immer, wenn es Dir nicht gut geht, dann denke daran, dass Du die Sonne in deinem Herzen trägst und dass es hier im Schloss jemanden gibt, der dich liebt.“
Noch einmal berührt sie ganz leicht mein Gesicht, ich schließe meine Augen, denn ein Schauer durchrinnt mich, unbekannt, umhüllend und beruhigend. Ein leises Klingen ertönt und ich öffne benommen meine Augen. Ich reibe sie, schaue mich um und finde mich langsam wieder zurecht. Ich sitze an meinem See und weiß genau, dass ich eine Frau kennen gelernt habe, auf die ich mich ganz bestimmt immer verlassen kann, denn ich trage ja Ihre Sonnenstrahlen im Herzen.

floravonbistram Aus meinem Schulheft 1965



#Tod #Trauer


Er kam zu früh

Ich konnte kaum atmen, zu schwer war die Luft,
im Schweigen erstarrte der Wald,
der Schatten des Todes nahm allem den Duft
es war jedes Tönen verhallt.

Die Sonne verbarg in den Wolken ihr Licht,
ein jegliches Blühen verschwand,
der Himmel bezog sich mit Grauwolken dicht,
die Welt trug ihr Trauergewand.

Oh du mein Leben, noch fass ich es nicht,
es fällte dich Todes Gewalt.
Ich sehe stets vor mir dein stilles Gesicht,
und sehne mich nur noch nach Halt.



floravonbistram 1977


#Rosen im Wind




Ich umarmte die Rosen,
die du mir geschenkt,
ergab mich ihrer Schönheit.
Zu spät erkannte ich,
wie schmerzhaft sie
auch stechen können.

Zeugnis Deiner Liebe
sollten diese Rosen sein
und genauso erkenne
und empfinde ich sie jetzt.
Ich hänge sie gebunden
voll Zorn in den Wind.


1991